Blog --- Die dunkle Seite des Mondes

03.04.2025 - 14:00 Uhr
Aufnahme von Luna-3

Während auf der uns zugewandten Seite des Mondes dunkelgraue Meere das Bild dominieren, sieht die Rückseite ganz anders aus.
Meere bzw. flache Tiefebenen (Mare) kann man an wenigen Fingern abzählen, richtig auffällige gibt es fast gar keine, dafür ist alles übersäht mit Kratern jeglicher Größe.

Erstmals fotografiert wurde sie im Oktober 1959 mit Hilfe der russischen Sonde Luna-3.
Auf den zurückgesendeten Bildern ist kaum etwas erkennbar, lediglich das Fehlen großer Mare konnte zur Überraschung der beteiligten Wissenschaftler festgestellt werden.

Die NASA hat alte und neue Bilder miteinander verglichen, siehe dafür:
https://moon.nasa.gov/resources/26/first-photo-of-the-lunar-farside/

Die von mir erstellten Videos sind wiedermal sämtlichst mit Povray und NASA-Karten gerendert, basierend auf Daten des Lunar Reconnaissance Orbiters (LRO) der NASA. Für maximale Auflösung bei Full-HD und trotzdem globaler Ansicht habe ich die Polregionen abschneiden müssen.

Das erste Video zeigt den kompletten zentralen Bereich der Rückseite in 2D, das untere ist die 3D-Variante, für deren Betrachtung eine rot-blaue Anaglyphen-Brille benötigt wird.

Die Rückseite des Mondes.
Links am Rand der Krater Mendeleev, unten drunter mit einem Krater auf 11 Uhr im Inneren Gagarin.
Oben links die allseits bekannte Kyjiv Sea.
Höhenunterschiede sind geschätzt um den Faktor 2 übertrieben.
59 Sekunden für 29,5 Tage (gleich ein Mond-Tag) bedeutet 2 Sekunden im Video ensprechen einem Tag auf dem Mond.

3D Stereo/Anaglyph-Version

Bei der Suche nach Krater-Namen durfte ich feststellen, das es im Internet kaum vernünftige Quellen gibt. Auf die Schnelle habe ich nicht herausgefunden, wie der Tycho-ähnliche Krater rechts oberhalb der Bildmitte heißt.

Da muss ich wohl mal bei.
Kartenmaterial habe ich, Datenbank mit allen Mondkratern auch ... das bedeutet ein gutes Stück Programmierarbeit für mich und viel Renderarbeit für meine Rasbperry-Pis.

Ich sag Bescheid, wenn wir fertig sind.

Gruß
Martin


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